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Projekte

Flyer unserer aktuellen Projekte finden Sie hier:

 

  • Projekttitel (Arbeitstitel) Frauenpower – Antragstellung 500 Landintiativen,

     

    Zielsetzung

    Die beiden Partner des Projektes (Dt. Kinderschutzbund und Landfrauenverband Bernkastel-Wittlich) entwickeln und erproben gemeinsam mit Frauen mit Fluchtgeschichten (mit entsprechendem Sprachniveau oder durch Dolmetscherhilfe) anhand von Good Practise Beispielen ein dezentrales Netzwerk. Neuzugewanderte und einheimische Frauen organisieren vor Ort ehrenamtlich, eigenintiativ Kurs- und Begegnungsangebote zu Haushaltsmanagement, Ernährung und pädagogischen Fragestellung und zur aktiven Freizeitgestaltung, aktivieren so bürgerschaftliches interkulturelles Engagement innerhalb des Flächenlandkreises, in den einzelnen Orten sowie in der Stadt Wittlich. Ziel ist sowohl Empowerment der geflüchteten Frauen mit ihren Familien als auch eine interkulturelle Sensibilisierung der Deutschen. Im "Tandem" wird kulturelles Wissen transportiert, weiterentwickelt und gegenseitig wertgeschätzt.

    Ausgangssituation

    Der Landkreis Bernkastel-Wittlich ist der zweitgrößte Flächenlandkreis in Rheinland-Pfalz. Bei der Zuteilung der Flüchtlinge 2015 - 2017 wurden insbesondere Familien in die Orte des Landkreises zugewiesen, da hier entsprechend großer Wohnraum vorhanden war. Dies ist im Rahmen der Integration, auch aus Gründen der fehlenden Mobilität und Infrastruktur, eine Herausforderung. Die Familien, insbesondere die Frauen, finden wenig Kontakt, bleiben auch aus Unsicherheit in ihren Wohnungen. Die Einheimischen zeigen Berührungsängste. Durch die Herauslösung aus ihrem familären Kontext im Herkunftsland und das fehlende Wissen über die kulturellen Gegebenheiten in Deutschland entstehen Defizite im Bereich Ernährung, Bewegung, Erziehung, Freizeitgestaltung, u. v. m. Dies kann allein nicht mit ehrenamtlichen Patenschaften ausgefüllt werden. Es erfordert ein Zusammenwirken von Fachkräften und Ehrenamtlichen in Form von methodisch abgestimmten Angeboten. Die Mitwirkenden (Tandempartnerinnen) werden aktiviert, ehrenamtlich qualifiziert und erweitern ggfls für den späteren Berufsweg ihre Kompetenzen. Hierzu wird das Know how und die Strukur des Landfrauenverbandes (Ortsvertreterinnen in fast jedem Ort des Landkreises) und die Fachkompetenz des Dt. Kinderschutzbundes im Bereich dezentrale Familienbildung, Freiwilligendienst und Flüchtlingsbegleitung) in einem Projekt verbunden.

    Konkrete Ergebnisse

    In mindestens vier bis sechs Orten (einschließlich der Stadt Wittlich) organisieren "Tandems" aus Ortsvertreterin und Frau mit Fluchtgeschichte praxisorientierte Kurse und Exkursionen zu den Themen

    "Heimische Küche - heimische Produkte" (Kochkurs, Kräuterwanderung),

    "Milchprodukte und ihre Produktion" (Exkursion Engelshof Hetzerath),

    "Zucker in der Ernährung" (vier Abende mit praktischen Angeboten

    , "Gartenkinder" (Hochbeet mit IG Gartenfreunde

    , "Erziehung im Alltag" (Vier Themenblöcke nach Altersgruppen)

    "Haushaltsmanagement"

    "Kindergeburtstage aktiv anders gestalten" (Erlebnis Bauernhof Helenhof Zelder, Bombogen

    - "Mein Ort der Begegnung" ;

    "Familienspiele"

    und führen sie in Zusammenarbeit mit Fachkräften durch. Für diese Arbeit wurden sie im Vorfeld gemeinsam ehrenamtlich qualifiziert. Die Kurse sind für alle Familien offen (insbesondere auch aus schwierigen Lebenslagen), die Fachkräfte referieren in leichter Sprache. Die Mitwirkenden konnten ihre Kompetenzen erweitern und der Gesellschaft zur Verfügung stellen. Ein koordinierter Bildungsinput wird in den Flächenlandkreis getragen. Interkulturelles Zusammenwachsen und der Zugewinn an Sprachkompetenz ist zu verzeichnen. Die Projektergebnisse werden über die Struktur der Kooperationspartner allen zur Verfügung gestellt, auch politischen Entscheidern.

    Geplante Schritte

    Sommer 2017 –

    a) Aktivierung und Qualifizierung der Ehrenamtlichen über Medien, das bestehende Netzwerk der Kooperationspartner an einem Infoabend und zwei Wochenenden;

    b) Briefing der eingebunden Fachkräfte zum Thema "Leichte Sprache ", verstärkte Praxisorientierung, Konzeptentwicklung in mehreren Teamsitzungen

    Ab Herbst bis Frühjahr –

    Durchführung der Angebote vor Ort auch an Wochenenden, Evaluation der jeweiligen Angebote, Dokumentation zum Projektabschluss,

    Präsentation beim Landfrauenforum 2018 für Öffentlichkeit.

    Zielgruppe

    Die Zielgruppe insgesamt sind Familien im Landkreis Bernkastel-Wittlich unter besonderer Berücksichtigung von Familien mit Fluchtgeschichte und in anderen schwierigen Lebenslagen. Von dem Vorhaben profitieren darüber hinaus die Tandempartnerinnen, die Netzwerkpartner und das bürgerschaftliche Engagement im Landkreis.

    Integration erfolgt auf folgendem Weg

    Die Frauen mit ihren Familien erfahren Wertschätzung durch aktive Einbindung in das Projekt, Sie sind nicht Bittstellerinnen, sondern Aktive (Empowerment). Sie können ihre Erfahrungen weitergeben, als Kursleitungen und Kursteilnehmer ihr Wissen verbessern, Deutschkenntnisse erwerben, Berührungsängste abbauen. Einheimische erfahren Flüchtlinge als Gewinn für die Gesellschaft, weiteres ehrenamtliches Engagement wird aktiviert, das Zusammenleben der Kulturen strukturell und inhaltlich verbessert.

    Projektdurchführende sind die Antragstellerin Dt. Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich und der Landfrauenverband Bernkastel-Wittlich

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