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*Heldinnen braucht das Land* (06. 11. 2020)

FrauenpowerHeldinnen braucht das Land Gemeinsam stark für den ländlichen Raum Dies ist der Titel des LEADER-Projektes(*), dass der LandFrauenverbandRheinland Nassau am vergangenen Freitag, den 09.Oktober 2020,nach einer ca. zweijährigen Vorlaufzeit und Corona-bedingt nur vor geladenen Gästen, der Öffentlichkeit vorgestellt hat.Ziel des Projektes ist die Stärkung der regionalen Identität und Kultur sowie die Verbesserung der Lebens-und Arbeitsbedingungen für Frauen und Familien im ländlichen Raum. Für den Erhalt lebendiger Dörfer sind Perspektiven für ein gutes Leben der Menschen im ländlichen Raum entscheidend und dafür setzen sich seit jeher die Landfrauenein.Deshalb entwickelte sich die Idee, die Popularität eines Busses zunutzen,um die wirklich wichtigen Themen des ländlichen Raumes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und um das Image der Landfrauenneu zu definieren. Mit der Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, RLP, und von 13 LEADER-Aktionsgruppen (LAG) aus dem räumlichen Bereich der ehemaligen Regierungsbezirke Koblenz und Trier, unter der Federführung der LAG Hunsrück, gelang es dem LandFrauenverbandRheinland Nassau, diese Idee in ein schließlich genehmigtes LEADER-Projekt umzuwandeln.Das zentrale Element des Projektes ist ein VW-Bus, der durch seine ausgefallene Optik auffällt,provoziert und zu Diskussion und Austausch anregt. An öffentlichen Plätzen publikumswirksam eingesetzt bietet er den Kreis-und Ortsverbänden eine flexible und bedarfsgerechte Nutzung und vor Ort eine ganz eigene Bühne für Diskussions-und Gesprächsrunden. Hier können dann vor Ort brisante Themenaufgegriffen und mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen diskutiert werden. Es können aber auch regionale Beispiele guter Problemlösungen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.Die Ergebnisse dieser Gesprächsrunden werden dokumentiert und möglichst in allen Regionen der beteiligten LAGen publiziert. Sie werden in den LEADER-Prozess eingebracht und sie bilden die Grundlage für Schulungen ehrenamtlich motivierter Menschen im ländlichen Raum.Der Bus und die an ihm gestalteten Diskussionsrunden werden das Image der Landfrauenneu definieren, hoffentlich viele Frauen im ländlichen Raum motivieren, sich ehrenamtlich weiterzubilden und zu engagieren und auch dazu beitragen, dass sich Landfrauenverstärkt in politische Gremien einbringen.Diese Ziele und Inhalte des Projektes „Frauenpower Heldinnen braucht das Land“ beschrieb Rita Lanius-Heck, die Präsidentin des LandFrauenverbandes Rheinland Nassau, in ihrer Begrüßungsansprache.Entgegen der üblichen Gepflogenheiten begrüßte sie zuerst die Landfrauen, die aus den 18 Kreisverbänden angereist waren, die Vizepräsidentinnen des LandFrauenverbandes Rheinland Nassau, Gudrun Breuer und Gertrud Hoffranzen, die Präsidiumsmitglieder, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der LandFrauenarbeit[...]e.V.Adelheid Epper und die Mitarbeiterinnen im Arbeitskreis Bus. Denn dies seider Bus und das Projekt aller Landfrauen.Herrn Dr. Josef Derstappen, Hauptgeschäftsführer des BWV Rheinland-Nassau, dankteFrau Lanius-Heck für die bedeutende Unterstützung bei der Kofinanzierung des Projektes und hieß als weiteren 2Vertreter des Präsidiums des BWV Herrn Dr. Zellmann sowieHerbert Netter, Referent für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit des BWV, ebenfalls herzlich willkommen.Auch Benjamin Purpus und Yannik Zender vom Vorstand der Landjugend wurden begrüßt.Als Vertreterindes MWVLW, RLP, begrüßte Frau Lanius-Heck Birgitt Herz vom Referat für europäische Strukturpolitik für den ländlichen Raum. Achim Kistner, dem Geschäftsführer der LAG Hunsrück, dankte sie für die umfassende und sehr gute Unterstützung und begrüßte die Vertreter weiterer LAGen, namentlich Marion Gutberlet (LAG Raiffeisenregion), Michael Billen und Maria Riemann (LAG Bitburg-Prüm) und Dr. Sabine und Friedrich Theunert (LAG Vulkaneifel). Von den im Landtag RLP vertretenen politischen Parteien konnte Frau Lanius-Heck Jenny Groß (CDU) und Sven Lefkowitz (SPD) willkommen heißen.Des Weiteren galt ein Willkommensgruß MarinaSchrödervom Vorstand des Kreisverbandes Mayen-Koblenz, die sich bereit erklärthatte, die Diskusssionsleitung der ersten Gesprächsrunde am Bus zu übernehmen und Simone Bopp von der LEB (ndliche Erwachsenenbildung).DerAgentur etcetera aus Kastellaun, vertreten durch Nicole Scheerer und Rudi Dick, die das Layout und die graphische Ausgestaltung des Projektes ausgeführt hat, dankte sie für ihre guten Ideen und die hervorragende Umsetzung.Ines Unger, derGeschäftsführerin des LandFrauenverbandes Rheinland Nassau und des Vereins zur Förderung der LandFrauenarbeit im räumlichen Bereich der ehemaligen Regierungsbezirke Koblenz und Trier e.V. (=Träger des Projektes) und Ingrid Pauken vom Projektmanagement sprach sie ihren herzlichen Dank für die in den vergangenen Monaten geleistete Arbeit aus.Auch die VerteterInnen der Presse begrüßte sie herzlich unddankte ihnen für ihr kommen.Bevor Frau Lanius-Heck zusammen mit Frau Epper die Schleife am Bus löste und der Bus für alle sichtbar wurde, rief sie die Landfrauendazu auf, dem Bus nun Leben einzuhauchen und schloss mit den Worten: „Es ist unser aller Bus, der Bus der LandfrauenRheinland Nassau. Er lebt nur durch euch und durch uns!“Nach der Enthüllung des Busses fand der weitere Ablauf der Auftaktveranstaltung witterungsbedingt in der Rotunde des BWV statt.Birgitt Herz vom Referat für europäische Strukturpolitik für den ländlichen Raum des MWVLW, RLP, betonte in ihrem Grußwort die Überzeugungskraft der Landfrauen, die für dasProjekt gemeinsam ein Konzeptaufgebaut und ihr großes Netzwerk effektiv genutzt hätten. Sie wies außerdem auf die Möglichkeiten von LEADER hin, Projekte zu unterstützen, die das Landleben bunt und vielfältig machten.Des Weiterenappellierte sie an die Landfrauen, sich in die Prozessplanung für die LEADER-Förderperiode 2021-2027 mit ihren Ideen zum Voranbringen des ländlichen Raumes ab sofort einzubringen.Achim Kistner, Geschäftsführerder an der Projektentwicklung federführend beteiligten LAG Hunsrück, stellte die Möglichkeiten vor, durch LEADER Investitionenin neue Diskussions-und Entwicklungsformate zu fördern.Das Frauenpower-Projekt berücksichtigedie LEADER-Forderungen nach Kooperation von Wirtschafts-und Sozialpartnern und Zivilgesellschaft und seiinsbesondere durch die immense regionale Ausdehnung in den beteiligten 13 LEADER-Regionen sehr breit aufgestellt.

Die anschließende Diskussionsrunde, die von Marina Schröder, Stellvertretende Vorsitzende im Kreisverband Mayen-Koblenz und Unternehmensberaterin, geleitet wurde, stand unter dem Thema: „Die Zukunft gehört dem Land“.An der Diskussion nahmen für die LandfrauenGudrun Breuer, für die Landjugend Benjamin Purpus, für den BWV Dr. Thorsten Zellmann, für die LAGen Achim Kistner, für die CDU Jenny Groß und für die SPD Sven Lefkowitz teil. In dieser Diskussion, in die auch das Plenum einbezogen wurde, wurden Ideen für die Nutzung des Busses entwickelt. Dabei wurden folgende Themen genannt: oDigitalisierung auf dem Land, oInfrastruktur, die ein gutes Leben auf dem Land ermöglicht (Kitas, Schulen, Krankenhäuser etc.)oErnährungsbildung an den SchulenoWertschätzung der Arbeit von Landwirten und Winzernin den Städtenolokale politische ThemenoPräsenz zeigen und für IrritationenundDiskussionen sorgen. „Irritation ist gut. Mit den am Bus angesetzten Themen werden Ziele verfolgt und die Landfrauenhaben mit dem Bus auch die Deutungshoheit. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann sich das Land weiterentwickeln“ so einer der Teilnehmer in der Diskussionsrunde.Sichtbarkeit schaffen für Landfrauenaktivitätenist ebenfalls ein Ansatz fürdieNutzung des Busses.Adelheid Epper, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der LandFrauenarbeit[...]e.V.,bedankte sich in ihrem Schlusswort bei allen, die bei der Entwicklung und bisherigen Umsetzung des Projektesmitgearbeitet und unterstützt haben sowie bei allen, die derAuftaktveranstaltungdurch ihr Kommen einen würdigen Rahmen gegeben haben.Und auch siebetonte noch einmal das große Potenzial des Landlebens und die Stärke der Landfrauenbei der Mitgestaltung des ländlichen Raumes.(*) Es handelt sich um ein LEADER-Projekt,(LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale“ Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft)das aus Mitteln des europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, RLP, gefördert wird.

Ingrid Pauken

Die Fotots wurden von Herbert Netter, BWV und Arno Boes, abo-media, zur Verfügung gestellt.



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